Samtgemeindestruktur und Einwohnerentwicklung
Einwohner/innen
1939 8.600 Einwohner/innen
1950 13.800 Einwohner/innen
1970 9.300 Einwohner/innen
1990 8.200 Einwohner/innen
2010 7.500 Einwohner/innen
2015 7.375 Einwohner/innen
2020 7.336 Einwohner/innen
2025 6.938 Einwohner/innen
Balje 922 Einwohner/innen
Freiburg/Elbe 1.762 Einwohner/innen
Krummendeich 475 Einwohner/innen
Oederquart 923 Einwohner/innen
Wischhafen 2.856 Einwohner/innen
Gesamtfläche 19.301 ha
Balje 5.809 ha
Freiburg/Elbe 3.412 ha
Krummendeich 3.002 ha
Oederquart 3.710 ha
Wischhafen 3.368 ha
Die Gemeinden Balje, Krummendeich, Oederquart und Wischhafen sowie der Flecken Freiburg/Elbe haben sich am 28. Dezember 1970 für die Bildung einer Samtgemeinde entschieden, anstelle einer vorgesehenen Einheitsgemeinde. Somit behielten die fünf Mitgliedsgemeinden ihr Eigenständigkeit, innerhalb der mit Wirkung vom 1. Januar 1971 entstandenen Samtgemeinde Nordkehdingen.
Samtgemeindebürgermeister und Samtgemeinderat sind verantwortlich für die übergemeindlichen wahrzunehmenden Aufgaben wie Ordnungswesen, Hilfeleistung, Brandbekämpfung, Schulen, Sporthallen, Schwimmbäder, Flächennutzungs- und Ortsplanung, Schmutzwasserbeseitigung und Fäkalschlammabfuhr sowie die Tätigkeiten der Rathäuser. Sie führen einen eigenen Haushaltsplan.
Bürgermeister und Gemeinderäte der Mitgliedsgemeinden nehmen die örtlichen Aufgaben wie Kulturpflege, Kindertagesstätten, Sport, Bebauungspläne, Straßenunterhaltung, Straßenbeleuchtung, Hafenwirtschaft wahr. Auch sie führen einen Haushaltsplan. Ihnen steht insbesondere das Recht zu, über die Höhe der Grund- und Gewerbesteuersätze zu entscheiden.
"Weite Landschaft, kleinere Ortschaften, Weltschifffahrtsweg Elbe, Sportboothäfen an Elbe und Oste, Schafe an den Deichen, Marsch und Moor, Ackerflächen, Weiden mit Pferden und Rindvieh, Windenergieanlagen an ausgewählten Standorten , Photovoltaikanlagen und einige wenige Biogasanlagen, in den Sommermonaten eine Vielzahl von Radwandergästen und das Natura 2000-Gebiet mit Brut- und Gastvogelwelt von europäischer Bedeutung bestimmen das Bild in der Samtgemeinde Nordkehdingen mit ihren Mitgliedsgemeinden Balje, Flecken Freiburg/Elbe, Krummendeich, Oederquart und Wischhafen.
Einkauf und Handel, örtliches Handwerk, Dienstleistungen aller Art, Kinderbetreuungsangebote und Schulen, Sportangeboten und Vielfalt an kulturellem Vereinsleben konzentrieren sich in den Ortschaften. Familienfreundliche Dienstleistungsangebote machen die Region in Nachbarschaft zur Hansestadt Stade mit einer guten Bahnverbindung einschließlich S-Bahn zur Metropole Hamburg zu einem guten Standort für einen Lebensmittelpunkt im Grünen. Ein gutes Angebot von schnellen Datenleitungen machen auch die ländliche Räume attraktiv. Mit der A 20 und der A 26 wird die Region eine Verkehrsanbindung an das Fernstraßennetz erhalten, mit der das Kehdinger Land im Schnittpunkt europäischer Verkehrsadern liegt. Die Metropolregionen Hamburg und Bremen-Oldenburg sowie der Ostseeraum liegen damit vor der Tür.
Die Deiche, Entwässerung, die Landwirtschaft, hin zur Bauernschifffahrt und weiter zur Küstenschifffahrt haben der Region ihren Ausdruck verliehen . Die maritime Prägung erhält nach dem Niedergang der Küstenschifffahrt neuen Aufschwung durch das Leitprojekt „Maritime Landschaft Unterelbe“ in der Metropolregion Hamburg.
Die Landwirtschaft hat mit ihrer Entwicklung zu überwiegend spezialisierten Unternehmen ihren hohen Stellenwert behalten. Der besonders ertragreiche Marschboden hat die Betriebsformen des Obstbaus, des Ackerbaus und der Milchviehhaltung mit Veredlung in Form von Schweinemast und Hähnchenmast gut gedeihen lassen. Regenerative Energieerzeugung ist zu einem bedeutenden Standortfaktor geworden.
Das Kehdinger Land genießt für die Zuchterfolge des Hannoveraner Warmblutpferdes große Anerkennung. Standort, guter Weidegrund und die qualifizierte Rundumbetreuung haben die Region zu eine der beliebtesten Gegenden für die Pensionspferdehaltung gemacht.
Das touristische Angebot ist zum Erfolgsfaktor geworden. Ob nun ein Besuch des Natureum Niederelbe als lebendiges Naturkundemuseum, eine Stippvisite im Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum, die Ausstellung des Kunstvereines oder der kleinen Galerien, eine Radtour mit dem Erlebnis von Natur in Marsch und Moor, eine Fahrt mit dem Vogelkieker oder für Aktive das Moordiplom, die Apfelstunde, das Matrosenpatent , die Fährstunde, eine Fahrt mit der Fähre nach Glückstadt oder auch die gute Küche, schaffen Sehnsucht nach neuen Besuchen Kehdingens.“





